chinesisches Sanda

 

1. Die Geschichte des Sanda

2. Die Inhalte des Sanda

3. Die Techniken des Sanda

4. Sanda als Wettkampfsport

5. Anwendungsbeispiel

 

 

 

 

 

 

 

Die Geschichte des Sanda

In den zwanziger Jahren richtete die nationalrepublikanische Guomindang-Partei Chinas eine Militärakademie ein, um Soldaten im Nahkampf zu trainieren. Aus der Allianz mit der Sowjetunion ergab es sich, die Ausbildung der des sowjetischen Militärs als Vorbild zu nehmen und sich ihnen anzupassen. Mit dem einzigartigen Vorwissen über die traditionellen Kampfkünste und die Kenntnis über die Ausbildung der Sowjetrussen, entwickelten die Chinesen das Sanda oder auch San Shou .
(San= frei; Da= angreifen; Shou=Hand)
Die Techniken waren für den Freikampf konzipiert und dienten der Verteidigung gegen Körper- und Feuerwaffen. Um das Sanda, welches nur für den Kriegsfall entwickelt wurde, besser und ohne Risiko praktizieren zu können, wollten die Ausbilder einen Kampfsport auf gleicher Basis schaffen. Er sollte die Techniken verbessern und praktische Erfahrung bringen, bevor Techniken im Kampfeinsatz Ihre Anwendungen fanden.
Im Militärkampf fanden alle Techniken wie, Schläge, Tritte, Kniestöße, Ellbogenstöße, Wurftechniken, Hebeltechniken, Würgetechniken und der Bodenkampf, sowie der Angriff auf Atemipunkte (Vitalpunkte) ihren Einsatz.
In den siebziger Jahren begann die Regierung Chinas, Sanda zu fördern. Es gab Kämpfe ohne Gewichtskategorie und es wurde eine geringe Einschränkung der Techniken vorgenommen. Diese Kämpfe entschieden sich durch K.O. oder durch Aufgabe.

 

 

Die Inhalte des Sanda

Sanda setzt sein Hauptaugenmerk auf die Kombination von Techniken, wie Fauststoß-, Fußtritt- und Wurftechniken. Diese Art des Kämpfens verlangt dem Kämpfer ein hohes Maß an kampfstrategischen Fähigkeiten ab. Obwohl diese Techniken vereinzelt auch in anderen Kampfsportarten wie, Kickboxen, Taekwondo, Muay Thai oder Judo erlaubt sind, ist die Kombination aller Techniken das anspruchsvolle. Sanda ist ein Vollkontakt Sport, in dem es nicht nur darum geht, den Gegner K.O. zu schlagen, sondern in allen Distanzen, wie Schlag- Tritt- und Wurfdistanz, überlegen zu sein.
Ein echter Sanda - Kämpfer ist daher kein Anfänger. Er muss alles über Faust-, Tritt-, Abwehr-, Konter-, Angriff- und Verteidigungstechniken wissen. Er muss kämpfen, wie er atmet und immer respektvoll und fair gegenüber seinen Gegnern sein.
Ein weiterer Schwerpunkt sind Basistechniken (ji ben gong) aus dem WuShu, wozu auch Fallschule und einfache Akrobatik zählt. Die Ausbildungszeit bis zum ersten Meistergrad beträgt ca. 6 Jahre, mit externem Studium in China oder/ und Intensivausbildung ca. 4 Jahre.


 


Die Techniken des Sanda

Bilder vom Training
Bilder vom Training

Die Philosophie des Sanda ist das Praktizieren eines guten Sports, Ziel ist es auch die Gesundheit, die physische und psychische Kondition und vor allem das Wohlergehen zu verbessern.
Als Erstes werden die Basistechniken im Boxen, Treten und Werfen, an Trainings und Schlaggeräten gelehrt.
Nach dem sicheren Umgang mit den Grundtechnikent, wird begonnen, die Anwendungen mit Partner zu trainieren. Bei dem Ausüben aller Techniken und in jeder Trainigseinheit gilt es die Ausdauer, die Atmung, die Reflexe, die Schlag- sowie Trittkraft und die Reaktionsgeschwindigkeit weiter zu entwickeln.
Dafür gibt es eine Vielzahl von Wurf-, Schlag- und Trittkombinationen. So ist die absolute Kontrolle in allen drei Distanzen und das konkrete Kombinieren von Faust- Tritt- und Wurftechniken wichtig und verlangt vom Athleten hohes Maß an Kraft, Explosivität, Präzision und Ausdauer.
Unser Sanda-Training ist jedoch nicht nur für Personen geeignet, die auf Wettkämpfen antreten wollen, sondern dient in Kombination mit Wing Kido Kai auch der Selbstverteidigung.
 

 

 

Sanda als Wettkampfsport
In den achziger Jahren erlebt Sanda als Wettkampfsport seinen Aufschwungund bis heute hoffen alle Sportler, dass es eines tages einmal olympische Disziplin wird. Ein Kampf besteht aus zwei oder drei Runden, von je zwei Minuten, mit einem zentralen Schiedsrichter und vier Aussenrichtern. Die Kampffläche ist 8x8 Meter groß und eine Art Podest ohne Ringseile. Sie misst eine Höhe von ca.80cm und ist mit Matten ausgelegt. Um das Podest sind ebenfalls Matten ausgelegt, um die Kämpfer bei einem Wurf von der Kampffläche zu schützen.


 

Anwendungsbeisiel
Um sich eine der vielen Technikkombinationen anzuschauen, klicken Sie bitte auf eines der Bilder.